Unser letzter Ausflug am Ende des Sommers führte uns nach Neuss zur Landesgartenschau. Das Konzept der Veranstalter wurde auch in diesem Jahr wieder gut umgesetzt: Die ehemalige Neusser Galopprennbahn wurde durch die Entwurfsplanung des Berliner Büros Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH seit dem Jahr 2023 in einen wunderschönen Park umgestaltet. Dabei hat man darauf geachtet, dass die Sandbahn und Richtertürme die Erinnerung an 150 Jahre Pferdesport bewahrten. Hier entstand das neue „Grüne Herz“ von Neuss.
Das Wetter war sonnig, die knapp 40 Teilnehmer gut gelaunt, so starteten wir nach Neuss. Was wir erst nach dem Abschluss unserer Planung erfuhren: In Neuss war Schützenfest; das größte Schützenfest Europas und wir mittendrin. Ich dachte nur „Hilfe“; überall ist es voll, vor den Restaurants große Schlangen, wir bekommen nix zu Essen, nix zu Trinken … Doch es verlief alles planmäßig.
Jeder ging mit seiner eigenen kleinen Gruppe oder paarweise durch die Gartenausstellung. Von Menschenmassen keine Spur. Selbst in der Altstadt von Neuss bekamen wir noch einen Tisch, um uns zu stärken. Natürlich sind Ende August – nach diesem heißen Sommer – nicht mehr alle Blumen in voller Blüte zu sehen, aber die Gartenkonzepte waren gut zu erkennen und durchdacht.
Ich denke, wir haben – fast alle – einen schönen Tag erlebt.
Endlich wieder Wanderwoche beim SGV Rummenohl-Priorei. Der 1. Tag gehörte der Anreise: Insgesamt 40 Wanderinnen und Wanderer und zahlreiche Gäste an Bord des Busses. Unser Ziel – zum 2. Mal – Bad Tölz in Bayern. Der Weg ist schon das Ziel; die fast 500 km vergingen wie im Flug.
Im Hotel Isarwinkel wurden wir freundlich – quasi als Stammgäste – freundlich begrüßt. Nach dem Beziehen der Zimmer konnten wir auch schon unsere Plätze im Speisesaal einnehmen und los ging die erste Schlemmerei. Nach dem Essen trafen wir uns in der Bar …
Den 2. Tag – ein Sonntag – hatten wir zur freien Verfügung; mehrere Ziele standen heute zur Auswahl: Eine große Gruppe fuhr mit dem Bus zur Talstation der Blombergbahn und ließ sich bis auf den Gipfel hochfahren. Die geplante Wanderung bis zum Gipfel haben wir aufgrund der hohen Temperaturen ausfallen lassen. Stattdessen machten wir gemeinsam einen kurzen Spaziergang von der Bergstation zum Gipfelkreuz und anschließender Einkehr in das Blomberghaus. Eine andere Gruppe erkundetete Bad Tölz auf eigene Faust und wieder Andere fuhren nach Lenggries und stiegen in die Brauneckbahn. Für jeden war etwas dabei.
Der 3. Tag fing früh morgens um 8 Uhr an; unsere Reiseleiterin Angelika Schmidt stand pünktlich vor dem Hotel, um uns zur ersten Besichtigungsfahrt abzuholen. Die Fahrt ging zum Chiemsee, dort bestiegen wir das Schiff und schipperten zur Herreninsel, um den Spuren König Ludwig II. zu folgen. Ein kleiner Regenschauer störte den Fußweg zum Schloss ein bisschen, andere ließen sich mit der Pferdekutsche zum Schloss fahren. Wir wurden von einer Museumsmitarbeiterin mit vielen erläuternden Worten durch das Schloss geführt. Wer wollte, der konnte danach das Augustiner-Stift auf eigene Faust besichtigen.
Dann ging es zum Schiffsanleger zurück und wir fuhren wieder übern See zur Fraueninsel; dort wurde erst einmal eingekehrt. Die Einen nahmen Kaffee und Kuchen, die Anderen eine deftige Schlemmerei; man muss schließlich alles mal probieren.
Der 4. Tag hatte unsere Reisebegleitung Angie für die 3-Seen-Fahrt vorgesehen: WENN ICH DIESEN SEE SEH, DANN BRAUCH ICH KEIN MEER MEHR Unser erstes Ziel an diesem Tag war der Tegernsee. Der mochte konnte einen kleinen Spaziergang von Bad Wiessee am See unternehmen. Danach war eine kollektive Einkehr ins Baustüberl vorgesehen; ein frisches Bier (natürlich 1/2 Liter – wir sind schließlich in Bayern) und eine kleine Leckerei dazu. Dann ging es weiter über Schliersee zum Spitzingsee. Vorgesehen war hier eine kleine Wanderung, die aber wegen eines Wolkenbruchs ausfiel. Die St. Bernhards Kirche konnte trotzdem besichtigt werden. Den Tag ließen wir in der Bar ausklingen.
Am 5. Tag stand der Starnberger See auf dem Programm: Über Penzberg geht es am See entlang nach Feldafing. Eigentlich wollten wir dort den ältesten Wallfahrtsort Bayerns – das Kloster Andechs – besichtigen. Wegen eines Schadens an unserem Bus; nachts hatten böse Buben eine Scheibe eingeschlagen und die 2. Scheibe gab nun allmählich auch ihren Geist auf, sodass unser Busfahrer Alois – wie passend – vorrangig eine Werkstatt aufsuchen musste. Schade, wir hätten sehr gerne das Kloster besichtigt, selbstgebrautes Bier getrunken und den Käse aus der eigenen Käserei probiert, aber Sicherheit geht vor.
Stattdessen fuhren wir nach Bad Tölz zurück: Nun war Zeit zum Shoppen, zur Einkehr in ein Café, eine Stadtführung und eine Wanderung zur Kalvarienbergkirche hoch über Bad Tölz.
Tag 6: Die Koffer wurden verladen, das letzte leckere Frühstück wurde eingenommen und ab ging es Richtigung Heimat.
Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr – wenn es in die Sächsische Schweiz geht – alle gesund und munter wieder! Frisch auf! Regina Kurch